Gesundheitspolitik ist für Marco Triller kein abstraktes Thema, sondern eines, das direkt im Alltag der Menschen spürbar wird. Wer mit ihm spricht, merkt schnell: Hier geht es nicht um Schlagzeilen, sondern um Lösungen – und um ein System, das unter Druck steht, aber funktionieren muss.
Marco Triller wirkt im Gespräch weniger wie ein klassischer Politiker, der fertige Antworten abspult, sondern eher wie jemand, der sich in ein Thema hineingearbeitet hat und dabei geblieben ist. Gesundheitspolitik war für ihn nicht von Anfang an ein fixer Schwerpunkt, sondern hat sich erst mit seiner Rolle als Gesundheitssprecher der steirischen Freiheitlichen nach der Wahl 2019 entwickelt. „Mit der Zeit ist daraus auch ein sehr persönlicher Schwerpunkt geworden“, sagt Marco Triller. Vor allem deshalb, weil kaum ein anderes Thema die Menschen so unmittelbar betrifft. Für ihn ist Gesundheit nicht nur ein politisches Feld, sondern ein zentraler Bestandteil von Lebensqualität und Sicherheit im Alltag.
Was Marco Triller in Gesprächen mit Menschen besonders auffällt, ist ein Spannungsfeld, das sich immer wieder zeigt: Auf der einen Seite steht eine große Wertschätzung für Ärzte, Pflegekräfte und Rettungsorganisationen, auf der anderen Seite aber auch eine spürbare Sorge darüber, wie sich das System entwickelt. Genau diese Mischung bleibt bei ihm hängen. Marco Triller sieht darin einen klaren Auftrag an die Politik, diese Sorgen ernst zu nehmen und Lösungen nicht hektisch, sondern mit ruhiger Hand umzusetzen. Als Beispiel nennt er den ersten bundesländerübergreifenden Versorgungsvertrag rund um Bad Aussee, der für ihn zeigt, dass Gesundheitsversorgung nicht an Landesgrenzen enden darf und neue Wege möglich sind.
Grundsätzlich dürfe Gesundheitspolitik aus seiner Sicht nie isoliert betrachtet werden. Es gehe nicht nur um einzelne Bereiche wie Spitäler oder Ärzte, sondern um das Zusammenspiel des gesamten Systems. Ziel müsse eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung sein. Ein Fehler wäre es, kurzfristig zu denken oder einzelne Teile gegeneinander auszuspielen. Entscheidend sei, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und langfristige Lösungen entwickeln. In der Steiermark sieht Marco Triller mit dem Regionalen Strukturplan Gesundheit 2030 und ersten überregionalen Kooperationen bereits Schritte in diese Richtung.
Gleichzeitig spricht Marco Triller auch Dinge an, die nicht immer angenehm sind. „Veränderung ist immer ein Stück weit unangenehm“, sagt er. Das gelte besonders im Gesundheits- und Pflegebereich. Die Gesellschaft werde älter, gleichzeitig gebe es weniger junge Menschen, die das System tragen. Daraus ergebe sich zwangsläufig, dass Reformen notwendig sind, auch wenn sie nicht immer sofort auf Zustimmung stoßen. Für ihn geht es darum, heute Entscheidungen zu treffen, die das System auch in Zukunft stabil halten.
Sein Hintergrund beim Bundesheer prägt dabei nach wie vor seinen Zugang zur Politik. Dort habe er gelernt, strukturiert zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Genau das helfe ihm heute, wenn es politisch hektisch oder konfliktreich wird. Politik sei zwar kein militärischer Einsatz, aber gewisse Grundhaltungen seien durchaus übertragbar.
Als Klubobmann der FPÖ hat sich für Marco Triller vor allem eines als überraschend herausgestellt: die enorme Bandbreite an Aufgaben. Die Rolle beschränke sich nicht nur auf politische Inhalte, sondern umfasse auch Führung, Organisation und Vermittlung. Marco Triller steht einem Landtagsklub mit 17 Abgeordneten und vier Bundesräten vor, führt ein Büro mit mehreren Mitarbeitern und fungiert als Bindeglied zwischen Gesetzgebung und Landesregierung. Dazu kommt eine Vielzahl an Terminen in unterschiedlichsten Bereichen. „Das erste Jahr war intensiver als gedacht“, sagt Marco Triller, „aber genau diese Vielfalt macht die Aufgabe auch spannend.“
Ein Punkt, der Marco Triller besonders wichtig ist und den er als oft missverstanden empfindet, ist die Wahrnehmung von Politik nach außen. Viele hätten den Eindruck, der politische Umgang sei grundsätzlich von Konflikten geprägt. „Oft wird der Diskurs schärfer dargestellt, als er tatsächlich ist“, meint Marco Triller. In der Sache gebe es zwar klare Unterschiede, auf persönlicher Ebene funktioniere der Umgang aber meist respektvoll. Gerade in der Steiermark sei es üblich, dass man trotz unterschiedlicher Positionen miteinander reden kann, auch wenn das in der Öffentlichkeit oft untergeht.
Abseits der politischen Arbeit beschreibt sein Umfeld Marco Triller als geselligen Menschen. Jemand, der gern unter Leuten ist und den direkten Austausch schätzt. Bei Veranstaltungen in der Steiermark könne es durchaus passieren, dass er länger bleibt als geplant - einfach, weil sich gute Gespräche ergeben. Eine Seite, die viele vielleicht nicht erwarten würden: Marco Triller spielt seit mehreren Jahren Ziehharmonika. Auch wenn dafür im Alltag oft wenig Zeit bleibt, ist die Musik für ihn ein wichtiger Ausgleich. Sie helfe ihm, abzuschalten und neue Energie zu tanken – etwas, das im politischen Alltag nicht zu unterschätzen sei.
Am Ende entsteht das Bild eines Politikers, der weniger auf große Inszenierung setzt, sondern eher auf kontinuierliche Arbeit und klare Strukturen. Einer, der Herausforderungen nicht ausblendet, aber auch nicht dramatisiert. Und einer, der versucht, Politik so zu gestalten, dass sie im Alltag der Menschen tatsächlich ankommt.
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